Materialprüfung

Gesamtes Prüfprotokoll zum Download als PDF

Sind Brilliant Unicorns sicher? Mit einem Wort: ja! Glas ist nicht so fragil wie viele meinen, schon gar nicht, wenn es sich um massives Glas handelt. Dennoch sind bei der Herstellung und Qualitätsprüfung einige Dinge zu beachten, damit höchste Sicherheit gewährleistet werden kann.

Alles beginnt schon mit der Auswahl des richtigen Glases. Tatsächlich ist nicht jedes Glas gleich gut geeignet, für Brilliant Unicorns kommt ausschließlich Borosilikatglas der Firma Schott zum Einsatz. Beim Bearbeiten werden einzelne Stellen auf bis zu 1.400° C erhitzt, andere bleiben dabei jedoch auf Umgebungstemperatur. Dadurch entsteht Spannung im Glas. Diese Spannung kann, wenn man sie nicht beseitigt, zu einem spontanen Glasbruch führen. Um dies zu verhindern, werden alle Brilliant Unicorns getempert. Das ist ein Vorgang, bei dem man die ganzen Glaskörper in einem Ofen langsam erhitzt und ebenso langsam wieder abkühlen lässt. Dadurch baut sich die Spannung ab und verschwindet. Um diesen Vorgang zu überprüfen, wird jedes einzelne Stück nach dem Tempern noch einmal mit einem Spannungsprüfgerät kontrolliert. Dabei achtet man darauf, ob sich doch noch eine eventuelle Restspannung im Glas verbirgt. Erst wenn diese Kontrolle bestanden wurde, werden die Brilliant Unicorns von der Manufaktur freigegeben.

Materialprüfung bestätigt Robustheit

Die Robustheit der Brilliant Unicorns wurde von unabhängiger Seite bestätigt. Die „Technische Versuchs- und Forschungsanstalt für Festigkeits- und Materialprüfung der Technischen Universität Graz“ unternahm verschiedene Belastungstests an drei unterschiedlichen Glaskörpern mit folgendem Resultat: „Die Ergebnisse der Versuche zeigten, dass die Glaskörper, auch bei großen Fallhöhen auf harte Untergründe keine signifikanten Schädigungen aufweisen. Vorschädigungen, die durch ein vorheriges Fallenlassen oberflächlich vorhanden sind, führen nicht erkennbar zu einer Erhöhung der Bruchgefahr.“

Im Detail gab es zwei Falltests und einen Biegezugtest. Bei den Falltests kamen zuerst ein kleinerer Glaskörper, der ein früherer Prototyp war und dessen Design nicht mehr verwendet wird, zum Einsatz. Mit ihm wurde zuerst ein Umkippen auf einer gummierten Oberfläche simuliert, dabei entstanden keine Schäden. Beim Kipp-Test auf eine Betonplatte gab es nach 15 Wiederholungen und Fallhöhen von bis zu 28 cm nur kleine, oberflächliche Kratzer. Erst beim insgesamt 31. Fall auf blanken Beton und einer finalen Fallhöhe von 110 cm versagte der Glaskörper und brach.

Brilliant Unicorns halten einer halben Tonne stand

Die eigentlichen Brilliant Unicorns halten hingegen noch viel mehr aus. Ein Probekörper, der in Länge und Umfang dem fertigen Produkt entspricht, zerbrach auch nach 20 Versuchen und einer Fallhöhe bis zu zwei Metern auf Beton nicht. Auch die mikroskopische Untersuchung deutete auf keine Risse oder sonstige materielle Beschädigungen hin. Ein weiterer Glaskörper wurde in einer Biegezugmaschine einer Belastung von 5,5 kN (das entspricht mehr als 550 Kilogramm, konzentriert auf eine sehr kleine Fläche) ausgesetzt, eher er zerbrach. Die entstandenen Bruchkanten waren wenig scharfkantig.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass Brilliant Unicorns selbst bei großen Fallhöhen auf harte Untergründe wie Beton nicht brechen und keine Risse aufweisen, wohl aber oberflächliche Beschädigungen aufweisen können. Diese waren in den Versuchen überwiegend nicht scharfkantig, dennoch muss in solch einem Fall von einer weiteren Verwendung abgeraten werden, da ein Verletzungsrisiko nicht auszuschließen ist. Bei sachgemäßer Handhabung steht einer sicheren, lebenslangen Verwendung nichts im Wege.

Brilliant Unicorns – wir verstehen unser Handwerk!